Playbook Kapitel 3.1 Header
Wie ihr eure B2B-Website für mehr relevante Anfragen optimiert
Diagnose Stufe 1: So wird aus digital informieren kommunizieren
Marketing Evolution Model by FLYMINT
Eure aktuelle Website ist kein unbeschriebenes Blatt. Ihr habt Inhalte aufgebaut, Leistungen sichtbar gemacht und dafür gesorgt, dass Interessenten euch digital finden und einordnen können. Damit steht eine Grundlage, auf der ihr weiterarbeiten könnt.
Unser Blueprint hat zugleich sichtbar gemacht, dass diese Grundlage noch nicht ausreicht, um die Ziele eurer B2B-Vermarktung zu erreichen. Zwischen dem, was ihr digital bereitstellt, und dem, was daraus für Marketing und Vertrieb entsteht, klafft noch eine entscheidende Lücke.
Wenn ihr eure B2B Website optimieren wollt, braucht ihr deshalb nicht automatisch mehr Content, ein neues Design oder einen vollständigen Relaunch.
In diesem Kapitel ordnen wir gemeinsam ein, was Stufe 1 euch bereits ermöglicht, wo ihre natürliche Grenze liegt und welche Aufgaben euch für Stufe 2: Digital kommunizieren vorbereiten. Es geht nicht darum, sofort komplexe Prozesse aufzubauen. Wir fokussieren uns darauf, aus eurer vorhandenen Grundlage die richtigen nächsten Entscheidungen abzuleiten.
Close up of smart business team hand working together
Ihr glaubt, eure B2B-Vermarktung steht auf Stufe 1?
Glauben reicht nicht. Ordnet euch zuerst mit dem Blueprint ein! Erst dann könnt ihr mit diesem Kapitel sinnvoll weiterarbeiten.
Das lernt ihr hier für die nächste Stufe eurer Vermarktungsfähigkeit
Woran ihr erkennt, dass eure B2B-Vermarktung bisher vor allem informiert
Euer Blueprint-Ergebnis zeigt bereits, dass ihr euch in Stufe 1: Digital informieren befindet? Diese Symptome kennt ihr dann vermutlich aus dem Arbeitsalltag:
- Ihr erklärt online sehr viel, aber wisst nicht, was eure Besucher wirklich interessiert oder was von ihnen gesucht wird.
- Eure Inhalte beantworten Fachfragen, leiten aber nicht in eine Folgeaktion.
- Wer Fragen zu Machbarkeit, Mustern, Referenzen oder Preisen hat, muss den Weg zur Antwort selbst mühsam suchen.
- Eure Buttons und Links führen häufig zu weiteren, tieferen Informationen.
- Die meisten eurer Anfragen entstehen weiterhin über Vertrieb, Empfehlungen, Messen oder Bestandskontakte.
- Besucher beschäftigen sich intensiv mit euren Themen und bleiben für euch trotzdem anonym.
- Ein allgemeines Kontaktformular soll jedes Anliegen lösen und passt dadurch zu keinem wirklich gut.
- Ihr messt Seitenaufrufe und Reichweite, wisst aber kaum, welcher Inhalt relevante Nachfrage auslöst.
- In eurem regelmäßigen Newsletter erzählt ihr über euch selbst: Neues Produkt, neue Mitarbeiter, die nächste Messe.
- Eure Datenbasis ist verstreut in Excel-Listen, CRM-Daten, Visitenkarten, die auf der letzten Messe eingesammelt wurden.
- Dokumentierte Double-Opt-Ins sind rar oder nicht vorhanden.
Kurz gesagt: Ihr habt viel zu sagen, wisst aber nicht, wem ihr was erzählen müsst, damit eure Vermarktung zu Aufträgen und Umsätzen beiträgt. Aktuell bleibt ein großer Teil der Nachfrage für euch unsichtbar. Dadurch bewirkt eure digitale B2B-Vermarktung weniger für euren Vertrieb, als sie könnte. Doch das lässt sich ändern.
Information vs. Kommunikation in der Vermarktung
Digital informieren heißt, ihr stellt relevante Inhalte bereit, sodass Interessenten sich euer Unternehmen, seine Leistungen und mögliche Lösungen selbstständig erschließen und für sich einordnen können. Der Wissenstransfer verläuft einseitig von eurem Unternehmen in den Markt, ähnlich wie ein Monolog.
Digital kommunizieren ermöglicht Interessenten, auf eure digitalen Inhalte mit einer erkennbaren Handlung zu reagieren. Euer Unternehmen kann das gezeigte Interesse aufgreifen, intern zuordnen und einen passenden nächsten Schritt einleiten. Die Grundlage für Dialog entsteht, weil beide Seiten aufeinander reagieren können.
Information stellt Wissen bereit.
Kommunikation ermöglicht Wissensaustausch.
Der Übergang zu Stufe 2 im Market Evolution Model gelingt, wenn ihr euch diesen Unterschied bewusst macht.
Raus aus Stufe 1: Welche Herausforderungen jetzt typisch sind
Die folgenden Herausforderungen sind typische Beispiele aus unserer Arbeit mit B2B-Kunden. Sie sind nicht allgemeingültig. Jedes Unternehmen ist einzigartig. Wenn ihr laut Blueprint auf Stufe 1 steht, dürften euch einige davon aber sehr bekannt vorkommen:
Digitale Vermarktung braucht noch einen klaren Verantwortlichen
In manchen B2B-Unternehmen gibt es keine eigenständige Marketingfunktion. Die Website wurde von einer Agentur erstellt, Inhalte kommen punktuell aus Vertrieb oder Geschäftsführung.
Ihr braucht nicht sofort eine neue Abteilung. Aber ihr braucht einen Verantwortlichen:
Wer entwickelt eure digitale Vermarktung weiter und entscheidet, welche nächsten Schritte getestet werden?
Eure Marktbearbeitung braucht auch Kontinuität
Messe, Kampagne, Event oder Produktlaunch – von Anlass zu Anlass: Viele B2B-Unternehmen arbeiten im Rahmen ihrer Vermarktung immer noch auf einzelne Höhepunkte hin. Das überträgt sich 1:1 auf die Sales-Pipeline und die Auftragslage. Zwischen diesen Anlässen fehlen euch noch kontinuierlich wirkende Einstiegspunkte für Interessenten in euren Vermarktungsprozess, die Kundenbedürfnisse aufgreifen, wenn sie so weit sind. Nicht, wenn ihr so weit seid.
Ihr müsst diese Aktivitäten nicht abschaffen. Ergänzt sie um dauerhafte kaufprozessnahe Handlungsangebote auf eurer Webseite. (Siehe Abschnitt „Welche kaufprozessnahen CTAs helfen eurer digitalen B2B-Vermarktung auf die nächste Stufe?“)
Gesucht: digitales B2B-Know-how
Viele Digitalagenturen beherrschen Design, CMS-Systeme und Templating. Schwieriger wird es bei Anforderungen außerhalb ihrer Erfahrungswelt – etwa dem Verständnis für die Bedürfnisse von B2B-Kunden, deren Online-Informationsverhalten und der Verzahnung von Marketing und Vertrieb zu einem Gesamtvermarktungsprozess.
Sucht deshalb einen Partner, der nicht nur einzelne Gewerke umsetzt, sondern ihr Zusammenspiel versteht, mitverantwortet und bereit ist, eure digitale Vermarktung langfristig mit euch weiterzuentwickeln.
Die gute Nachricht: Ihr braucht für kleine Schritte kein gigantisches Monatsbudget. Schon mit 10 Stunden im Monat (bspw. in einem Service-Vertrag oder Monatskontingent) könnt ihr mit dem richtigen Partner konkrete Lücken bearbeiten und eure digitale Vermarktung Schritt für Schritt weiterentwickeln.
Diese Sackgassen spart ihr euch dadurch
B2B-Unternehmen auf Stufe 1 fehlen intern häufig die Ressourcen oder das Know-how, um gute Konzepte, die teuer bezahlt wurden, konsequent in die Umsetzung zu bringen. Dann passiert zum Beispiel Folgendes:
- Eine entwickelte Positionierung findet nie Eingang in Website, Botschaften und Bildwelt.
- Erarbeitete Buyer Personas werden nicht in Content, Kampagnen oder Vertriebsansprache übersetzt.
- Ein Nurture-Konzept bleibt liegen, weil niemand die nötigen Inhalte entwickelt und die E-Mail-Strecken umsetzt.
- Ein neues Marketing-Automation-System wird kaum genutzt, weil Anwenderwissen und Zuständigkeiten fehlen.
- Ein teures CRM-System wird konsequent gemieden, weil es Vertrieblern ihre Arbeit erschwert und nicht erleichtert.
Punktuelle Impulse von außen lösen eure internen Lücken nicht. Ihr braucht Kontinuität: einen Partner, der Erkenntnisse mit euch in konkrete Aufgaben übersetzt, die Umsetzung begleitet und regelmäßig prüft, was wirkt und was als Nächstes ansteht.
Führt regelmäßig kleine Tests ein
Eine neue Landingpage, ein zusätzliches Formular oder ein angepasster CTA wird bei euch schnell zu einem größeren Abstimmungsprojekt? Für den Übergang zu Stufe 2 braucht ihr flexible Vorlagen und das nötige Skillset, um einfache Änderungen schnell und selbst umzusetzen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- wiederverwendbare Vorlagen für Landingpages und Formulare
- klar definierte Bereiche, die intern angepasst werden dürfen
- das Wissen, CTAs, Texte und Formularfelder selbst zu ändern
- einfache Möglichkeiten, Varianten zu testen
- klare Grenzen dafür, wann Agentur oder IT eingebunden werden müssen
So könnt ihr eine konkrete Annahme mit überschaubarem Aufwand selbst prüfen, anpassen und erneut testen.
Lernt das SEO-1x1
Gute Inhalte allein reichen nicht. Wenn Seitentitel, Überschriften, URLs, interne Verlinkungen und Metadaten fehlen oder uneinheitlich gepflegt werden, können Suchmaschinen eure Inhalte schlechter einordnen.
Für den nächsten Entwicklungsschritt braucht ihr deshalb verbindliche SEO-Grundlagen für jede relevante Seite. Dazu gehören klare Hauptthemen, eindeutige Überschriften, verständliche URLs, sinnvolle interne Links und regelmäßig aktualisierte Inhalte.
SEO beginnt nicht mit komplexen Tools, sondern mit sauber umgesetzten und richtig eingepflegten Basics.
Verwendet die Sprache eurer Kunden
Viele Unternehmen übernehmen ihre interne Fachsprache direkt in die Website. Diese Begriffe sind intern eindeutig, entsprechen aber nicht immer den Formulierungen, nach denen potenzielle Kunden suchen.
Dadurch werden passende Inhalte schlechter gefunden oder nicht sofort als relevant erkannt. Für den nächsten Entwicklungsschritt müsst ihr deshalb eure Begriffswelt mit Suchverhalten, Kundenfragen und Vertriebsfeedback abgleichen. Wer noch nicht weiß, wie seine Lösung aussieht, sucht außerdem noch nach dem Problem und hat konkrete, vielleicht technische, Fragen.
Beachtet auch Schreibweisen: Manchmal werden Begriffe mit anderer oder gar falscher Schreibweise (zusammen, getrennt, gekoppelt mit Bindestrichen) einfach häufiger gesucht als die Begriffe, die ihr gern verwenden möchtet.
Entscheidend ist nicht, wie ihr eure Leistungen oder Produkte bezeichnet, sondern wonach eure Kunden suchen, die sie finden sollen.
Praxisbeispiel: Leuchten angeboten, nach Lampen gesucht
Unser Kunde, ein Arbeitsplatzausstatter für Büros, hatte seine Produktseiten konsequent auf den Fachbegriff „Leuchten“ ausgerichtet, weil das im Fachjargon der richtige Begriff ist und ihnen die Abgrenzung zum Begriff Lampe sehr wichtig war. Hintergrund: Eine Lampe bezeichnet eigentlich nur das Leuchtmittel, bspw. eine Glühbirne, aber eben nicht das ganze Drumherum. Potenziellen Kunden fehlt dieses Wissen. In ihrer Alltagssprache suchen sie trotzdem „Lampen“ – egal wie falsch das fachlich ist.
Durch die Ergänzung der tatsächlich verwendeten Suchbegriffe wurden die Inhalte besser auffindbar, ohne dass die fachlich korrekte Terminologie aufgegeben werden musste.
Eure Inhalte müssen dem Weg des Kunden folgen – nicht andersherum
Ist die Lösung für unseren Fall machbar?
- Gibt es vergleichbare Beispiele?
- Können wir ein Muster erhalten?
- Mit welcher Größenordnung müssen wir beim Preis rechnen?
- Gibt es Konfiguratoren, Kostenrechner oder Leitfäden, die nur noch nicht gefunden werden?
Ihr müsst gar nicht mehr Inhalte produzieren. Der erste Schritt ist, eure vorhandenen Inhalte stärker mit Kundenfragen und passenden Reaktionsmöglichkeiten zu verbinden.
Traut euch an Gated Content ran
Viele Unternehmen fürchten, Interessenten mit einem Formular abzuschrecken. Bietet deshalb nicht beliebige Inhalte als Gated Content an, sondern Informationen, die Interessenten bei einer konkreten Aufgabe oder Entscheidung spürbar weiterbringen.
Gated Content im B2B – ja oder nein?
Ja, wenn...
der Inhalt einen konkreten Arbeitsschritt erleichtert oder verkürzt
er bei einer Auswahl, Planung oder Entscheidung unterstützt
er eure Erfahrung auf einen konkreten Anwendungsfall überträgt
Nein, wenn...
Interessenten ihn für die erste Orientierung brauchen
dadurch notwendige Produktinformationen fehlen
er lediglich allgemein verfügbare Informationen zusammenfasst
Also statt:
„Datenblatt für Zylinder 835.C anfordern“
Lieber:
„Die fünf wichtigsten Einsatzmöglichkeiten für Zylinder 835.C“
Das Datenblatt liefert notwendige Produktinformationen. Der zweite Inhalt hilft Interessenten dagegen zu prüfen, ob der Zylinder zu ihrem Anwendungsfall passt. Dieser zusätzliche Entscheidungsnutzen rechtfertigt die Abfrage von Kontaktdaten eher.
Benennt vor dem Formular deshalb konkret, welche Aufgabe Interessenten mit dem Inhalt lösen oder welche Entscheidung sie fundierter treffen können. Fragt dabei nur die Daten ab, die ihr für die Bereitstellung wirklich benötigt.
Messt die KPIs, die für die nächste Stufe entscheidend sind
Viele Unternehmen bewerten ihre Website und Newsletter vor allem anhand von Traffic, Klickzahlen oder Öffnungsraten. Diese Werte zeigen, dass Inhalte gesehen werden. Sie sagen aber noch nicht, ob sie verstanden werden, daraus relevantes Interesse oder eine bearbeitbare Anfrage entsteht.
Für den Übergang zu Stufe 2 braucht ihr deshalb KPIs, die potenzielle Kunden und ihre konkreten Interessen sicht- und messbar machen. Dazu gehören zum Beispiel:
- Klicks auf kaufprozessnahe CTAs
- begonnene und abgeschickte Formulare
- abgerufene Gated-Content-Angebote
- genutzte Konfiguratoren oder Kostenrechner
- Anfragen mit eindeutigem Produkt- oder Themenbezug
Entscheidend ist nicht, möglichst viele Kennzahlen zu erfassen. Ihr müsst erkennen können, welche Inhalte und CTAs aus allgemeiner Nutzung relevantes Interesse entstehen lassen.
Die richtige Messung zeigt nicht nur, was auf eurer Website oder mit einer E-Mail passiert. Sie zeigt, ob daraus ein sinnvoller nächster Schritt für Interessenten und Vertrieb entsteht.
Auf dem Weg zu Stufe 2: Was allein die Optimierung eurer B2B-Website bewirken kann
Euer Blueprint-Ergebnis zeigt: Die Grundlage eurer digitalen B2B-Vermarktung ist vorhanden. Ihr seid auffindbar, vermittelt Fachwissen und helft Interessenten dabei, Produkte, Leistungen und mögliche Lösungen selbstständig einzuordnen.
Das ist ein wichtiger Entwicklungsstand. Gute digitale Informationen schaffen Vertrauen, beantworten erste Fragen und entlasten Marketing und Vertrieb. Interessenten müssen nicht bei null beginnen, wenn sie mit euch in Kontakt treten.
Eine B2B-Website auf Stufe 1 zu optimieren bedeutet, ihre aktuelle Rolle und Funktion im Vermarktungsprozess zu hinterfragen: Eine gute B2B-Webseite soll nicht nur den Entscheidungsprozess unterstützen, sondern auch die dahinterliegende Nachfrage sichtbar machen.
Eure Online-Präsenz funktioniert bislang im Wesentlichen wie eine digitale Broschüre. Anders als eine gedruckte Broschüre kann sie jederzeit gefunden, aktualisiert und vertieft werden. Doch solange Interessenten lediglich lesen und weiterklicken und noch mehr lesen können, bleibt ihr blind für deren konkrete Bedürfnisse. Es findet keine Kommunikation statt. (Das gleiche Prinzip gilt oft für einen Firmen-Newsletter auf Stufe 1).
Welche kaufprozessnahen CTAs helfen eurer digitalen B2B-Vermarktung auf die nächste Stufe?
Das Wichtigste zuerst: Die passenden CTAs ergeben sich niemals aus euren internen Strukturen. Sie ergeben sich aus den Fragen und Bedürfnissen, mit denen Interessenten auf eure Inhalte reagieren. Branchen, Produkte und Kaufprozesse im B2B unterscheiden sich natürlich. Die grundlegenden Informationsbedürfnisse ähneln sich unserer Erfahrung nach überraschend stark.
Typische Kundenbedürfnisse im B2B-Kontext sind:
- Machbarkeit: Funktioniert eure Lösung für den konkreten Anwendungsfall?
- Demo oder Muster: Lässt sich die Lösung praktisch prüfen?
- Belege: Wo wurde sie bereits erfolgreich eingesetzt?
- Preise: Passt eure Lösung in den Budgetrahmen?
- Machbarkeit prüfen
- Muster anfordern
- Demo vereinbaren
- Anwendungsbeispiele erhalten
- Preise anfordern
- Angebot anfordern
Daraus lassen sich bspw. CTAs ableiten wie:
Kurz gesagt: Kaufprozessnahe CTAs greifen eine konkrete Frage auf, die für die weitere Kaufentscheidung relevant ist. Sie machen sichtbar, ob ein potenzieller Kunde eine Lösung praktisch bewerten, Erfahrungen anderer nachvollziehen oder eine wirtschaftliche Einordnung erhalten möchte. Ein allgemeines „Kontakt aufnehmen“ kann das kaum leisten. Der Besucher oder Empfänger muss sein Anliegen erst selbst einordnen und formulieren. Ein konkreter CTA nimmt ihm einen Teil dieser Arbeit ab. Gleichzeitig erhaltet ihr eine erste vertriebsrelevante Information.
Tipp: Ihr könnt diese CTAs sowohl auf eurer Website als auch im E-Mail-Marketing einsetzen. Auf der Website bieten sie einen passenden nächsten Schritt zu den gerade aufgerufenen Inhalten. In einer E-Mail knüpfen sie an das Thema, Produkt oder Interesse an, das ihr bereits aufgegriffen habt. Entscheidend ist in beiden Fällen, dass ihr die CTAs richtig platziert.
Platziert CTAs entlang eures typischen B2B-Kaufprozesses
Ein CTA gehört dorthin, wo der Inhalt ein konkretes Bedürfnis im Nutzer auslöst oder verstärkt.
- Nach technischen Informationen kann das der Wunsch nach einer Machbarkeitsprüfung sein.
- Nach einem Anwendungsbeispiel kann der Bedarf an weiteren Referenzen und Trustelementen entstehen.
- Nach einem Produkt-Konfigurator liegt der Wunsch nach einer konkreten Preisindikation nahe.
- Welche CTAs an welcher Stelle sinnvoll sind, lässt sich am typischen B2B-Kaufprozess eurer potenziellen Kunden ablesen: Welche Informationen brauchen sie für die erste Orientierung, welche Unsicherheiten entstehen bei der Prüfung und welcher nächste Schritt hilft ihnen bei der Entscheidung?
Deshalb können auf derselben Landingpage auch unterschiedliche CTAs sinnvoll sein. Sie holen potenzielle Kunden dort ab, wo sie im Kaufprozess stehen, und führen sie zum jeweils passenden nächsten Schritt. Auf langen Produkt- oder Fachseiten kann ein zentraler CTA zusätzlich an mehreren passenden Stellen wiederholt werden.
Entscheidend ist, dass sich Auswahl und Position der CTAs aus dem inhaltlichen Weg und den Bedürfnissen potenzieller Kunden ergeben – nicht daraus, wo das Template oder Design Platz vorsieht.
Ein guter CTA im B2B erfüllt die Erwartung hinter dem Klick
Auch wenn Click-Baiting funktioniert, solltet ihr im B2B darauf verzichten. Ein kaufprozessnaher CTA erzeugt eine klare Erwartung. Der Interessent muss euch vertrauen können. Seine Formulierung verspricht nicht nur eine Handlung, sondern auch ein bestimmtes Ergebnis.
Entscheidend ist deshalb die Erwartungskonformität des gesamten Weges:
- Passt der CTA zum Inhalt der Seite?
- Entspricht das Formular der angekündigten Handlung?
- Werden nur nachvollziehbare Daten abgefragt?
- Wird klar, was nach dem Absenden passiert?
- Entspricht die Reaktion dem angekündigten Nutzen?
Ein CTA verliert Vertrauen, wenn er konkreter klingt, als der folgende Weg tatsächlich ist.
5 Gründe, aus denen ihr auf Erwartungskonformität setzen solltet
- Sie senkt die Hürde zur Reaktion. Interessenten verstehen schneller, was sie erwartet und warum sich der nächste Schritt lohnt.
- Sie schafft Vertrauen. Formulierung, Formular und anschließende Reaktion ergeben ein verlässliches Gesamtbild.
- Sie verbessert die Qualität der Anfragen. Ein passender CTA spricht eher Kontakte an, deren Bedarf zur angebotenen Handlung passt.
- Sie macht Fehlerquellen sichtbar. Viele Klicks bei wenigen Abschlüssen zeigen häufig, dass Erwartung und Nutzerweg nicht zusammenpassen.
- Sie stärkt die Verbindung zum Vertrieb. Der Vertrieb erhält mehr Kontext zum kaufrelevanten Interesse und kann gezielter reagieren.
Erwartungskonformität verbindet Versprechen, Aktion und Ergebnis. Genau dadurch wird aus einem CTA ein belastbarer Schritt im Kaufprozess.
Das Thema Preis nicht aus Angst ausblenden
Gerade bei Preisen halten sich viele B2B-Unternehmen gern zurück. Individuelle Mengen, Spezifikationen oder Serviceleistungen machen feste Preisangaben oft schwierig. Der Vertrieb kann anschließend die relevanten Spezifika direkt klären und eine passende Größenordnung geben.
Trotzdem solltet ihr das Preisbedürfnis eurer Interessenten nicht ignorieren. Ein CTA wie „Preise anfordern“ bedeutet nicht, dass ihr Preislisten oder Kalkulationen offenlegen müsst. Er macht nur für euch sichtbar, dass ein Besucher jetzt gerade eine wirtschaftliche Einordnung sucht.
Alternative Empfehlung: Auch Kostenrechner oder Konfiguratoren sind im B2B ein wirksames Mittel, um das Bedürfnis nach Preisinformation oder individueller Anpassung im digitalen Raum professionell abzuholen.
Ihr müsst Preise nicht veröffentlichen, aber ihr solltet Wege finden, um das Preisbedürfnis eurer potenziellen Kunden aktiv abzuholen.
Erst den CTA testen, dann den Weg ausbauen
Für den Weg zu Stufe 2 geht es darum, wenige, dafür aber relevante CTAs zu ergänzen und ihre Wirkung zu prüfen:
- Wird der CTA gesehen und genutzt?
- Passt die Reaktion zur erwarteten Kundenfrage?
- Fehlt es an relevantem Traffic?
- Entstehen typische Wege über bestimmte Inhalte?
- Liefert die Reaktion verwertbare Informationen?
Testet zunächst den kleinsten funktionsfähigen Use Case: Macht der CTA das gewünschte Interesse sichtbar und beeinflusst er den festgelegten KPI? Erst wenn diese Wirkung nachgewiesen ist, solltet ihr den Prozess um weitere Funktionen ergänzen.
Was nützt ein umfassender Folgeprozess, wenn noch niemand den ersten CTA nutzt?
Merke: Einzeln umgesetzte Maßnahmen sind noch kein sinnvoller Use Case
Ein neuer CTA, ein Formular oder eine E-Mail-Strecke sind durch ihre Umsetzung allein noch kein sinnvoller Use Case. Erst wenn daraus ein klar definierter digitaler Prozess oder Teilprozess mit einem relevanten KPI und messbarer Wirkung entsteht, zahlt die Maßnahme nachweisbar auf eure Vermarktung ein.
Praxisbeispiel: Muster- und Preisanfragen für den Photonics Solution Provider dank neuer CTAs
Die Website eines Photonics Solution Providers erzeugte sehr viele Datenblatt-Downloads, aber kaum relevante Anfragen für den Vertrieb.
Unsere Analyse zeigte: Ein großer Teil der Downloads entstand nicht aus einer bewussten Entscheidung. Für die Nutzer war vorher einfach nicht erkennbar, dass ein Klick auf eine Teilenummer automatisch ein Datenblatt herunterlädt.
Gleichzeitig endete der Weg an dieser Stelle im geöffneten PDF-Datenblatt. Die Kontaktdaten des Ansprechpartners waren aber lediglich als Sticky-Element auf der vorigen Produktseite eingeblendet. Das Datenblatt wurde für den Nutzer mitten im Kauf- und Entscheidungsprozess also eine Sackgasse.
Wir haben diese Sackgassen aufgelöst:
- Datenblatt-Downloads wurden eindeutig als Downloads gekennzeichnet.
- Unter jeder Produktseite wurden die kaufprozessnahen CTAs „Muster anfragen“ und „Preisanfrage stellen“ ergänzt.
- Für mehrere Tausend Produktseiten wurde ein zentrales Formular eingerichtet.
- Produkt- und Interessenparameter werden mit diesem Formular automatisch an das E-Mail-Marketing-System übergeben.
Damit wurde nicht für jede Produktseite ein eigener Prozess gebaut. Das Formular erfasst stattdessen, für welches Produkt sich ein Nutzer interessiert und ob er ein Muster oder eine Preisangabe anfragt.
Seit der Umstellung generiert der Kunde über seine Website regelmäßig qualifizierte Anfragen für den Vertrieb.
Das Beispiel zeigt: Nicht mehr Downloads oder mehr Formulare waren entscheidend. Erst die erwartungskonforme Kennzeichnung und die passenden kaufprozessnahen CTAs haben aus anonymem Produktinteresse eine konkrete, bearbeitbare Nachfrage gemacht.
Das Beste zum Schluss: Neue CTAs = ideale Kommunikationsanlässe für E-Mail-Marketing
Funktionieren eure neuen kaufprozessnahen CTAs auf eurer Website erst einmal, wisst ihr nicht nur, wofür sich potenzielle Kunden konkret interessieren und an welchem Punkt sie gerade stehen: Ihr habt auch die ideale Grundlage für E-Mail-Kommunikation gefunden. Ihr müsst nur das Signal des Kunden aufnehmen und darauf richtig reagieren:
- Musteranfrage für Produkt XY: Wohin dürfen wir es schicken?
- Machbarkeitsprüfung: Wann hätten Sie Zeit?
- Preisindikation: Welche spezifischen Kriterien müssen wir dafür abfragen?
- Checkliste heruntergeladen: Hier sind passende Referenzen zum Thema
Die Voraussetzungen dafür sind ein datenschutzkonformes E-Mail-Marketing-Tool und ein sauber eingerichtetes Double-Opt-in-Verfahren. Liegt die Einwilligung vor, könnt ihr das gezeigte Interesse für die weitere E-Mail-Kommunikation nutzen. So entstehen aus neuen CTAs passende Kommunikationswege: Statt allgemeine Newsletter an alle Empfänger zu senden, könnt ihr Inhalte und nächste Schritte stärker am gezeigten Interesse ausrichten.
Neue CTAs machen Interessen sichtbar. Euer E-Mail-Marketing kann daraus relevante nächste Kommunikationsschritte entwickeln.
Merke: B2B-Website optimieren heißt auch, Website, Formulare und E-Mail-Marketing zu verzahnen
Gute Inhalte auf der Webseite, passende CTAs, funktionierende Formulare und gut lesbare E-Mails sind wichtige digitale Vermarktungsbausteine. Ihre volle Wirkung entsteht aber erst, wenn sie gut miteinander gekoppelt sind.
Wie bei Zahnrädern eines Getriebes gilt: Jedes einzelne kann für sich funktionieren und sich drehen. Vermarktungsfähigkeit entsteht jedoch erst, wenn die Elemente ineinandergreifen, sich antreiben und so gemeinsam Wirkung erzeugen.
Denkt deshalb die Verzahnung schon ab Stufe 1 immer mit.
Welche Hausaufgaben sich für Stufe 2 ergeben
Laut eurer Selbsteinordnung mit dem Blueprint steht eure Vermarktungsfähigkeit auf Stufe 1. Die folgenden Hausaufgaben zeigen beispielhaft, wie ihr die erkannten Lücken in konkrete Aufgaben übersetzen könnt. Welche davon für euch relevant sind, ergibt sich aus euren individuellen Blueprint-Lücken in den Kategorien DATA & KPI, TECH, CONTENT, WORK ON und PEOPLE.
Als Ausgangslage dient ein fiktiver mittelständischer Hersteller kundenindividueller Luftfilteranlagen und Industriefilter. Das Unternehmen hat rund 30 Mitarbeiter, etwa 5 Millionen Euro Jahresumsatz und kein eigenes Marketing-Team.
Die Aufgaben folgen keiner Rangfolge.
Blueprint Broswer Teaser
Welche Hausaufgaben sich für Stufe 2 ergeben
Laut eurer Selbsteinordnung mit dem Blueprint steht eure Vermarktungsfähigkeit auf Stufe 1. Die folgenden Hausaufgaben zeigen beispielhaft, wie ihr die erkannten Lücken in konkrete Aufgaben übersetzen könnt. Welche davon für euch relevant sind, ergibt sich aus euren individuellen Blueprint-Lücken in den Kategorien DATA & KPI, TECH, CONTENT, WORK ON und PEOPLE.
Als Ausgangslage dient ein fiktiver mittelständischer Hersteller kundenindividueller Luftfilteranlagen und Industriefilter. Das Unternehmen hat rund 30 Mitarbeiter, etwa 5 Millionen Euro Jahresumsatz und kein eigenes Marketing-Team.
Die Aufgaben folgen keiner Rangfolge.
Verantwortung schaffen
Blueprint-Lücke: In PEOPLE und WORK ON ist nicht geregelt, wer die Weiterentwicklung führt.
Aufgabe: Benennt eine Person, die den Test zusammenführt und Entscheidungen nachhält.
Beispiel: Die Vertriebsleiterin übernimmt für zwölf Wochen die Verantwortung. Sie koordiniert Anwendungstechnik, Vertrieb und Agentur.
Prüfkriterium: Eine verantwortliche Person und ein klarer Testzeitraum sind benannt.
Eine geeignete Testseite auswählen
Blueprint-Lücke: In DATA & KPI ist nicht erkennbar, wo digitales Interesse in eine Reaktion übergehen könnte.
Aufgabe: Wählt eine Seite, auf der relevante Besuche, ein wirtschaftlich wichtiges Angebot, wiederkehrende Vertriebsfragen, eine konkrete Unsicherheit im Kaufprozess und bisher kein passender CTA zusammenkommen.
Beispiel: Die Produktseite für Filter bei aggressiven Flüssigkeiten erhält rund 180 Besuche pro Monat. Gleichzeitig fragt der Vertrieb regelmäßig nach chemischer Beständigkeit.
Prüfkriterium: Ihr könnt benennen, welches Kundenbedürfnis auf der Seite besteht.
Einen kaufprozessnahen CTA auf der Testseite umsetzen
Blueprint-Lücke: In CONTENT fehlt der Übergang von Information zu Reaktion.
Aufgabe: Ergänzt einen CTA, der die konkrete Kundenfrage aufgreift.
Beispiel: Unter der Tabelle zur chemischen Beständigkeit wird „Eignung für euren Anwendungsfall prüfen“ ergänzt. Abgefragt werden Medium, Temperatur und Druckbereich. Der Interessent erhält innerhalb von zwei Werktagen eine erste technische Einschätzung.
Prüfkriterium: CTA, Formular und angekündigtes Ergebnis sind erwartungskonform.
Datenfluss und technische Grundlagen klären
Blueprint-Lücke: In TECH fehlt eine flexible, datenschutzkonforme Lösung.
Aufgabe: Prüft, wohin die Daten fließen, wo sie gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann, ob sie später weiterverwendbar sind und ob nur notwendige Daten erhoben werden.
Das CMS sollte eure Website verwalten – nicht eure zukünftige Kontaktdatenbasis ersetzen.
Beispiel: Ein datenschutzkonformes Marketing-Tool übergibt die Daten an eine zentrale Kontaktliste und an ein gemeinsames Vertriebspostfach. Eine CRM-Schnittstelle wird noch nicht umgesetzt.
Prüfkriterium: Die Daten landen strukturiert an einem geeigneten Ort.
Das Ergebnis messen und bewerten
Blueprint-Lücke: In DATA & KPI fehlt der Wirkungsnachweis.
Aufgabe: Betrachtet relevante Besuche, Sichtkontakte und Klicks, abgeschickte Formulare, fachlich passende Kontakte sowie entstandene Gespräche oder Angebote.
Beispiel:Nach zwölf Wochen wurde die Seite 510-mal besucht. 34 Besucher klickten auf den CTA, neun sendeten das Formular ab. Sieben Anfragen passten zum Angebot, drei führten zu technischen Gesprächen und zwei zu einem Angebot. Wären viele Klicks, aber keine Abschlüsse entstanden, würde das Unternehmen den CTA nicht sofort verwerfen. Es würde den Weg nachstellen, Erwartungsbrüche suchen, gezielt anpassen und erneut testen.
Prüfkriterium: Ihr könnt nachvollziehbar beurteilen, ob die Veränderung zum gewünschten Ergebnis in messbaren KPIs beiträgt.
Stufe 2 erfolgreich entern: Digital kommunizieren
Die Hausaufgaben zeigen euch, wo ihr dafür konkret ansetzen könnt: bei den Fragen potenzieller Kunden, bei kaufprozessnahen CTAs, bei euren Inhalten, den richtigen KPIs oder der Verbindung von Website, Formularen und E-Mail-Marketing.
Entscheidend ist, dass ihr jetzt nicht versucht, alle Lücken gleichzeitig zu schließen. Priorisiert die Aufgaben. Setzt die Prio 1 mit überschaubarem Aufwand um und prüft ihre Wirkung. Der nächste Entwicklungsschritt beginnt nicht mit einem großen Relaunch, sondern mit kleinen, konkreten Veränderungen Schritt für Schritt.
Wichtig: Verwechselt die Umsetzung deshalb nicht mit Erfolg – auch wenn es sich genau danach anfühlt. Eine umgesetzte Maßnahme beweist nur, dass ihr sie realisieren konntet. Ob der Ansatz trägt, zeigt sich erst daran, ob potenzielle Kunden einen kaufprozessnahen CTA nutzen, ihr konkretes Interesse an einem Produkt, einer Lösung oder einem nächsten Schritt sichtbar wird und daraus eine bearbeitbare Anfrage entsteht. Erlaubt euch, Fehler zu machen, aus denen ihr lernen könnt.
Kehrt nach der Umsetzung zum Blueprint zurück. Prüft erneut, was sich in DATA & KPI, TECH, CONTENT, WORK ON und PEOPLE verändert hat. Vielleicht ist eine Lücke kleiner geworden. Vielleicht wird sichtbar, welche Aufgabe als Nächstes ansteht.
So wird der Blueprint nicht zu einer einmaligen Bestandsaufnahme, sondern zum Begleiter eurer Entwicklung. Aus einer B2B-Vermarktung, die vor allem informiert, entsteht Schritt für Schritt die Grundlage für Stufe 2: Digital kommunizieren.
Young business people in office
Ihr kennt eure Blueprint-Lücken, wisst aber nicht, wie ihr sie schließt?
Wir übersetzen eure Ausgangslage in konkrete nächste Schritte.
FAQ zur Optimierung von B2B-Websites und guten CTAs
Ein allgemeines Kontaktformular verlangt Interessenten viel ab: Sie müssen ihr Anliegen selbst einordnen und formulieren. Gleichzeitig bleibt oft unklar, was danach passiert. Prüft deshalb nicht nur das Formular. Wer die technische Eignung einer Lösung bewertet, reagiert eher auf „Machbarkeit prüfen“ als auf „Kontakt aufnehmen“. Auch Umfang, mobile Nutzbarkeit und Erwartungskonformität beeinflussen das Ergebnis.
Traffic allein erzeugt keine Conversion. Besucher bleiben anonym, wenn kein passender nächster Schritt angeboten wird. Prüft, ob die richtigen Besucher ankommen, der CTA eine kaufrelevante Frage aufgreift, sichtbar ist und einen verständlichen Nutzen bietet. Mehr Reichweite verstärkt sonst nur das bestehende Problem.
Wählt eine relevante Seite, identifiziert die dort offene Kundenfrage und ergänzt einen kaufprozessnahen CTA. Legt vorher fest, welches Ergebnis ihr erwartet. Prüft anschließend nicht nur Klicks, sondern auch, ob fachlich passende Kontakte, Gespräche oder Angebote entstehen.
Ein guter CTA benennt Ergebnis und Nutzen der Aktion für die Interessenten klar und eindeutig. Formulierungen wie „Mehr erfahren“ oder „Kontakt“ bleiben unspezifisch. Deutlich näher am Kaufprozess und am Nutzen aus Kundenperspektive sind bspw. „Checkliste herunterladen“, „Eignung prüfen“, „Muster anfordern“, „Demo vereinbaren“, „Anwendungsbeispiele erhalten“ oder „Preis anfordern“.
B2B-Preise hängen häufig von Mengen, Varianten, individuellen Anforderungen, Lieferbedingungen oder zusätzlichen Leistungen ab. Ein verbindlicher Standardpreis lässt sich deshalb nicht immer sinnvoll abbilden.
Potenzielle Kunden brauchen trotzdem eine wirtschaftliche Orientierung. Preisrahmen, Preisrechner, Mindestmengen oder Beispielkalkulationen helfen ihnen einzuschätzen, ob eine Lösung grundsätzlich in ihr Budget passt. Keine festen Preise zu nennen, ist im B2B üblich. Keine wirtschaftliche Orientierung zu bieten, schafft aber eine unnötige Hürde im Kaufprozess.
Wenn alle Empfänger dieselben Unternehmensmeldungen erhalten, informiert der Newsletter nur. Kommunikation entsteht erst, wenn Nutzer mehr tun können, als weitere Inhalte zu lesen – zum Beispiel an einem Webinar teilnehmen, ein Messeticket buchen oder eine Success Story anfordern. So wird aus Interesse eine messbare Conversion.